Dieses Mal nicht nur als Sidekick von Batman und Superman, sondern als titelgebende Hauptfigur. Gespielt wird die Amazone von Gal Gadot, ihres Zeichens selbst eine Powerfrau: Miss Israel, zwei Jahre Militärdienst und vier mal vor der Kamera für die Fast & Furious-Actionreihe. Wir sprachen mit ihr über das harte Training für die Rolle, Filmromanze Chris Pine und ihr superknappes Super-Heldinnen-Kostüm.

Die heißeste Superheldin kehrt zurück auf die Leinwand. Nach ihrer erfolgreichen Nebenrolle in dem Superhelden-Actionkracher „Batman v Superman: Dawn of Justice“ erhält unsere Lieblingsamazone nun ihren eigenen Film „Wonder Woman“. Der Film erzählt die Hintergrundgeschichte, wie aus Amazonenkriegerin Diana Prince die legendäre Superheldin wird – nachdem ihr der abgestürzte Pilot Steve Trevor (Chris Pine) von einem schrecklichen Krieg erzählt, der in der Welt tobt. Gespielt wird die Kriegerprinzessin wie schon zuletzt von Schauspielerin Gal Gadot – einer Frau, die nicht nur ein Jahr lang amtierende Miss Israel war, sondern selbst zwei Jahre israelischen Militärdienst absolviert hat. PROVOCATEUR sprach mit ihr über den neuen Film, ihren Schauspielkollegen Chris „Captain Kirk“ Pine und wie sie sich auf den harten Job einer Superheldin vorbereitet hat.

wonder woman

Miss Gadot, können Sie sich noch an Wonder Woman aus Ihren Kindheitstagen erinnern?

Ja, als ich aufwuchs, war Wonder Woman bereits ein fester Begriff. Ich kannte sie zwar, aber ich war zu diesem Zeitpunkt kein besonders großer Fan.

Die Fans haben ihren Auftritt als Wonder Woman in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ sehr positiv aufgenommen. War das gut oder schlecht für ihre Vorbereitungen?

Im Endeffekt war ich einfach nur glücklich und sehr dankbar dafür, dass das Publikum meinen ersten Auftritt als Wonder Woman gemocht hat. Auch im aktuellen Film habe ich alles dafür gegeben, das Beste aus meinem Charakter herauszuholen. Trotzdem wollte ich mich nicht beim Publikum anbiedern. Wenn man nur versucht, es jedem recht zu machen, bleibt man sich selbst nicht treu und macht es am Ende des Tages niemandem recht. Deshalb war es für mich wichtig, einfach mein eigenes Ding durchzuziehen. Es war ja zum ersten Mal, dass ich eine so große Rolle spielte. Das fühlte sich manchmal so an, als würde ich am Fuße des Mount Everest stehen und überlegen, wie komme ich jetzt auf diesen Gipfel hoch.

Allein das physische Training, das sie für den Film absolvieren mussten, glich vermutlich einem aufstieg auf den Mount Everest?

Das stimmt, vor allem in der Summe war das ganz schön viel. Ich musste jeden Tag zwei Stunden ins Fitnessstudio, plus mehrere Stunden Reittraining und noch einmal zwei Stunden Martial Arts. Sechs Tage die Woche über mehrere Monate. Nach cirka zweieinhalb Monaten ging es dann irgendwann und das Training machte sogar Spaß. Aber am Anfang war das ganz schön hart.

Kommen wir jetzt zum Film. War die Zusammenarbeit mit Regisseurin Patty Jenkins anders als zuvor mit Regisseur Zack Snyder?

Eines voraus: Ich liebe beide! Sie sind beide unglaublich gut in dem, was sie tun. Die Arbeit mit Patty war natürlich viel intensiver, wir arbeiteten über neun Monate an dem jetzigen Film zusammen, während bei Zacks Film „Batman v Superman: Dawn of Justice“ die Rolle der Wonder Woman nur eine von vielen war. Neben Batman, Superman und den vielen anderen Charakteren. Aber um Ihre Frage zu beantworten, Zack hat meiner Meinung nach einen stark cineastischen Stil, wie ich ihn noch nie gesehen habe, währen bei Patty der Fokus mehr auf dem Kern der Geschichte selbst und den Charakteren liegt.

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An Ihrer Seite spielt Chris Pine die Rolle des Geheimdienstlers Steve Trevor. Wie war Ihre gemeinsame Zusammenarbeit am Set?

Chris hat die beste Eigenschaft mit zum Dreh gebracht: Humor. Die Chemie zwischen uns hat perfekt gepasst, wir haben uns während der gesamten Produktion ständig gegenseitig zum Lachen gebracht. Er ist einfach ein witziger Typ, mit dem man gerne arbeitet und abhängt. Abgesehen davon spielt sein Sinn für Humor auch eine wichtige Rolle für die Beziehung von Diana und Steve im Film.

Die Dreharbeiten fanden auch an der Amalfiküste statt, einem der schönsten Orte der Welt. Wie gefiel es ihnen dort?

Es war fantatisch. Wissen Sie, ich liebe London, aber nachdem wir zuvor im kalten England gedreht hatten, wirkte der Sommer Italiens wie ein Segen auf mich.Die Sonne schien die meiste Zeit durch, außerdem liebe ich das Meer. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Noch dazu haben wir dort die größten und spektakulärsten Actionshots gedreht. Da waren bestimmt über hundert wirklich atemberaubend aussehende Kriegerinnen am Set, alle auf Pferden. Das war schon ein Wahnsinn, das mitzuerleben.

Sie sagten, dass sie auch im kalten London gefilmt haben. Wie war es, als sie dort in ihrem zugegeben knappen Kostüm drehen mussten?

Es war die gesamte Zeit eiskalt, aber zum Glück war ich ständig von Menschen umgeben, die alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um mich bestmöglich warmzuhalten. Als wir draußen in den Gräben drehten – im Winter –, brachte die Crew mobile Heizgeräte, um für etwas Wärme zu sorgen. Oft habe ich aber einfach nicht mehr daran gedacht, wie kalt es war. Ich musste mich so auf meine Performance konzentrieren, dass ich dabei völlig die Temperaturen vergaß.

Letzte Frage: worauf darf sich das Publikum besonders Freuen?

Ich hoffe, dass die Zuschauer Freude am Film haben. Nachdem ich ihn zum ersten Mal selbst gesehen habe, und ich bin selbst mein schärfster Kritiker, kann ich ehrlich sagen, dass er mir fantastisch gefallen hat. Das Blut, der viele Schweiß und die Tränen, die wir alle investiert haben, haben sich bezahlt gemacht.

Kinostart

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Wonder Woman     
Nach dem fulminanten Erfolg in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ bekommt Wonder Woman nun ihren eigenen Film mit Gal Gadot und Chris Pine in den Hauptrollen. Das Actionspektakel von Regisseurin Patty Jenkins startet am 15. Juni in den deutschen Kinos. Die Zuseher dürfen sich schon jetzt auf viel Action, Emotionen und eine Extraportion Sexappeal freuen. 

TEXT: Kai Schubert
FOTOS: Clay Enos / TM & © DC Comics / Warner Brothers Entertainment

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